Fortuna Düsseldorf – Hertha BSC Berlin 2:2 und die Frage nach dem Sieger

Ich bin ja bei weitem kein Hertha Fan aber so etwas wie gestern habe ich selten, bzw. lange nicht mehr gesehen. Ohne Frage, die wirklichen Hertha-Fans, die wegen dem Fussball ins Stadion gehen und nicht um zu saufen oder wie in der Steinzeit um Feuer und rotes Licht zu tanzen und irgendwelche unverständliche Schreie ausstoßen, da sie noch nicht sprechen gelernt haben, tun mir leid. Über einen Ben Hatira, der ohne Zweifel ein hervorragender Fussballer und ein grossartiges spielerisches Talent ist, aber vielleicht mal zum Psychiater gehen sollte, weil er im Berliner Ghetto nur gelernt hat von hier bis zum Bordstein zu denken, brauchen wir auch nicht zu reden. Er schwächt mit seiner Aktion seine Mannschaft enorm. Aber Hertha BSC hatte tatsächlich das Spiel in der 2 Halbzeit im Griff. Es war ein intensiv geführtes Spiel, ein grandioses, Weltklasse-Tor von Beister. Nach dem 1:1 und 2:2 waren die Düsseldorfer sichtlich verunsichert. Und selbst zu zehnt machten die Berliner einen stärkeren Eindruck. Die Aktionen der Hertha”fans”, die anscheinend einen Schiffs-Container voller roter Lichter im Gästeblock gelagert haben um die Polizei, Spieler und Heimfans mit geschwungenem Wurf ebenfalls mit der mitgebrachten Glut zu beglücken und Heim-Fans die von ALLEN Seiten über die Zäune drängen, selbst Familien mit Kleinkindern ( wenn auch aus Überschwang und Freude – und auch das kann bei ungebremsten Massen leider ungewollt in die Hose gehen – Loveparade) trugen mit Sicherheit nicht zum Spielfluß und zum Wohlfühlpegel der Spieler auf beiden Seiten bei. Ausserdem frage ich mich was passiert wäre, wenn die Berliner nach all den Unterbrechungen tatsächlich in den verbleibenden 1 1/2 Minuten noch ein Tor erzielt hätten? Ob die Massen auf der einen oder anderen Seite zu stoppen gewesen wären, möchte ich hier jedenfalls kurz mal aufgrund der zuvor von allen erlebten Ereignisse in Frage stellen. Es fällt mir zumindest schwer eine wirklich klare Meinung zu bilden, wer den Aufstieg oder den Klassenerhalt tatsächlich verdient hat. Gewinner des Abends waren Meinung nach Norbert Meier und Otto Rehagel, die Arm in Arm zur Stadiontreppe gingen. Zwei, die in den letzten Jahren ihrer Tätigkeit eine Menge gelernt haben , der eine durch Kopfstöße und deren Folgen, der andere durch Erfolge mit einer National-Mannschaft in deren Land Ausschreitungen bei Fussballspielen nichts außergewöhnliches mehr sind. Ein neuer Trend? In diesem Sinne: Auf in die nächste Bundesliga-Saison.

What Others Are Saying

  1. Annamarie Mai 18, 2012 at 15:39

    Unzufriedene Menschen neigen nunmal dazu sich Luft zu verschaffen. Diese Gewaltverschärfung im Fußball hat durchaus gesamtgesellschaftliche Ursachen und die sollten nicht übersehen werden.

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